Verkehrsgeschichte Bodensee

Der Bodenseeraum ̶ Herz Europas und Motor der Innovation

Die verkehrsgeografisch günstig gelegene Region um Arbon und Romanshorn zog nach 1850 viel Gewerbe und Industrie an, Technikgeschichte und Industriegeschichte haben hier attraktive und spannende Zeugnisse zurückgelassen.

1824 Die ersten Dampfschiffe verkehrten auf dem Bodensee.
1840-44 Der Kanton Thurgau baute in Romanshorn einen Hafen.
1855 Die Bahnlinie Zürich-Romanshorn wurde eröffnet.
1856 Ein Telegrafenkabel wurde über den See verlegt.
1869 Der Trajektverkehr (Eisenbahnfähren) von Lindau und Friedrichshafen nach Romanshorn wurde aufgenommen.
1871 Die Nordostbahn nimmt die Linie Rorschach-Romanshorn-Konstanz in Betrieb.
1892 Das Lager der Eidg. Alkoholverwaltung in Romanshorn wurde eröffnet. Im Jahr 1980 besass es ein Fassungsvermögen von 30 Mio. Litern Alkohol, heute ist es das Domizil der Autosammlung von Fredy Lienhard.
1905 In Arbon bestanden mit den Firmen von Arnold Baruch Heine  ̶  Stickerei (1911 2'200 Beschäftigte) und Saurer (1911 1'500 Beschäftigte) die grössten Thurgauer Fabriken. Sie figurierten 1905 unter den 20 Schweizer Unternehmen mit den meisten Beschäftigten.
1910 Die Bahnstrecke Romanshorn-St. Gallen wurde eröffnet.
1927 Claude Dornier deutscher Flugzeugbauer führte wegen des Flugzeugbauverbots nach dem 1. Weltkrieg eine Fabrik in Altenrhein ein.


Rund um den Bodensee befinden sich bedeutende Zeugen der Verkehrs- und Industriegeschichte. Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen bietet die weltweit umfangreichste und bedeutendste Sammlung zur Luftschifffahrt. Zu erwähnen auch das Dornier-Museum (eröffnet 2009), das Rolls-Royce-Museum Dornbirn, Rhein-Schauen mit einer europaweit einzigartigen historischen Baubahn, aber auch die Spezialmesse «Klassikwelt Bodensee», die sich alten Fahrzeugen verschrieben hat.