Rolls-Royce Geschichte

Die Majestät unter den Automobilen

Britische Automobilunternehmen besitzen sowieso schon einen ganz besonderen Charme  ̶  ein Unternehmen aber hat es seit rund 100 Jahren geschafft, die Automobilfans in seinen Bann zu ziehen. Die Rede ist vom Rolls-Royce, dem Inbegriff von Qualität und Perfektion.

MR. ROLLS UND MR. ROYCE
Charles Stewart Rolls, der Spross aus Adelshaus und Frederick Royce, das fünfte Kind eines verarmten Müllers, treffen im Jahr 1904 aufeinander und stellen fest, dass ein Wunsch sie miteinander verbindet. Beide wollen ein perfektes Automobil britischer Herkunft fahren. Steht bei Royce mehr die Zuverlässigkeit im Vordergrund, will Rolls vor allem einen schnellen Wagen. Zwei Jahre soll es dauern, bis mit dem Rolls Royce Silver Ghost der erste gemeinsam geplante und konstruierte Wagen auf den Markt kommt und sofort von der Autowelt als bester der Welt gerühmt wird. Leider konnte Rolls den ganzen Ruhm nicht mehr miterleben, da er verstarb, als er noch ein letztes Mal einen seiner vielen Rekorde aufstellte und sein Flugzeug am Boden zerschellte.

PERFEKTION IN VOLLENDUNG
Auch Royce erkrankte ab dem Jahr 1910 und musste umfangreiche Arbeitspausen einlegen. Während er an der Côte d‘Azur lebt und seine Gesundheit pflegt, überwacht sein Freund C.G., Johnson die Produktion im Werk in Derby. Alle Zeichnungen und technischen Entwicklungen bei Rolls-Royce werden aber weiterhin von Frederick Henry Royce vorgenommen. Seine Maxime ist einfach: Nimm das beste Material, dass du bekommen kannst und verbessere es. Diese Perfektion in den Fahrzeugen spricht sich herum. Rolls-Royce Fahrzeuge werden von Maharadschas, Königen und Prominenten geordert. Die Perfektion spiegelt sich bis in die heutige Zeit  ̶  mehr als 60% aller jemals gebauten rund 100‘000 Rolls-Royce rollen noch heute.

60er Jahre Rolls-Royce baut die ersten Fahrzeuge mit selbsttragenden Karosserien.
70er Jahre Das renommierte Unternehmen kommt in finanzielle Schwierigkeiten, schuld daran ist das zweite Standbein mit den Flugzeugmotoren.
1980 Rolls-Royce wird von dem Mischkonzern Vickers übernommen, der Absatz sinkt.


BMW UND VW
Erst in den späten 90ern wird mit einer völlig neuen Modellpalette der Umsatz wieder steigen. Rolls-Royce erhält im März 1998 als Antrieb einen 12-Zylinder von BMW. Rolls-Royce gerät in die Fänge der Grosskonzerne BMW und VW, die die Renomiermarke übernehmen wollen. 2003 wird der Erste von BMW gebaute Rolls-Royce, das Modell Phantom gebaut. Die Station BMW ist aktuell die Endstation der Geschichte des britischen Automobilherstellers. Das Flair des britischen Autos hat der Rolls-Royce zwar verloren, ein einzigartiges Automobil ist er aber dank BMW´s moderaten Eingriff in Technik und Philosophie des Unternehmens geblieben.